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Texas
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Deutschland in Texas

Das Hügelland in Zentraltexas unterscheidet sich sehr vom flachen Weideland und Wäldern des Flachlandes im Osten und den grossen Präriegebieten im Westen. Es ist ein gebiet mit niedrig bewaldeten Hügeln, unterbrochen von fruchtbaren Flusstälern. Es ist ein sehr schöner Teil des grössten Staates der USA und sehr deutsch.

Schlitterbahn © Mike Leco / USATourist.com
New Braunfels ist auch die Heimat der Schlitterbahn, einer der grössten und imposantesten Wasserparks der USA.

Deutsche Städte im Hügelland von Texas

Städte mit Namen wie Fredricksburg, New Braunfels, Bergheim und Börne weisen deutlich auf den ursprünglich deutschen Einfluss hin. Auf den ersten Blick scheint Fredricksburg eine typische Westernstadt zu sein, einschliesslich der Geschäftsfassaden und dem Salon, sieht es aus wie aus einem Western. Bald fällt einem aber auf, dass alle Restaurants Sauerbraten, Bratwurst und Apfelstrudel neben den texanischen Grill- und Chiligerichten, anbieten. In den Saloons findet man bärtige, alte Männer in Cowboystiefeln und Jeans am Stammtisch, die sich in einem altdeutschen Dialekt unterhalten. Dies ist das deutsche Cowboyland in Texas.

New Braunfels, das etwa 30 Meilen nördlich von San Antonio liegt, was eines der ersten Gebiete, in dem sich die Deutschen nieder liessen, gegründet 1845 von Prince Carl von Solms Braunfels. Noch heute sind die deutschen Wurzeln zu sehen. Häuser und Gebäude in der Altstadt haben einen deutlich deutschen Stil und alle Restaurants bieten deutsche Gerichte an. Es ist auch die Heimat der Schlitterbahn, einer der grössten und imposantesten Wasserparks der USA. Wasserrutschen und Wellenbecken umringen die Nachbildung eines deutschen Schlosses, der gesamte Park ist nach deutschen Motiven gebaut.

Fredricksburg ist die grösste deutsche Stadt

In der Mitte des 19. Jahrhunderts, als die sozialen und politischen Zustände in verschiedenen Gebieten Deutschlands immer unakzeptabler wurden, wanderten viele Familien nach Texas aus. Deutsche Künstler, Autoren, Dichter Universitätsprofessoren und Gelehrte, denen Verfolgung in ihrer Heimat drohte, kamen nach Texas um hier als Farmer, Viehzüchter und Cowboys zu leben. Man nimmt an, dass sich mehr als 10 000 Deutsche damals in diesem Gebiet nieder liessen.

Baron von Meusebach meets the Comanche © Mike Leco / USATourist.com
Baron von Meusebach trifft Comanche

Fredricksburg ist die grösste deutsche Stadt in Texas und hat sich bis heute sehr viel von seiner deutschen Herkunft und Kultur erhalten. Hier finden Sie Sängerfeste, Schützenfeste, Weinfeste, Kinderfeste und jedes Jahr ein traditionelles Oktoberfest.. Aber natürlich gibt es auch Rodeos, Barbecues und ein Indianer Powwow. Es ist eine der interessantesten Städte in Texas, mit einer faszinierenden Geschichte.

Es begann im Jahre 1842 wenn eine Gruppe Adliger sich in einem Dorf am Rhein traf und den Mainzer Adelsverein, besser bekannt als die Vereinigung zum Schutze deutscher Auswanderer in Texas, gründeten. Sie planten grössere Parzellen preiswerten Landes zu kaufen und deutsche Städte zu bauen, in denen sich die deutschen Auswanderer niederlassen konnten. 1844 schickte diese Organisation Prinz Carl von Braunfels, als ihr Abgeordneter, in das neue Land. Er etablierte die erste deutsche Kolonie in New Braunfels etwas nördlich von San Antonio, sehr schnell allerdings viel er skrupellosen Schwindlern zum Opfer, die ihm wertloses Land verkauften. Auf Grund seines nicht vorhandenen Sinn für Geschäfte, ging der Adelsverein fast bankrott.

Baron von Meusebach und die Comanchen

Im Jahre 1845, schickte der Adelsverein einen guten Vertreter nach Texas, Baron Ottfried Hans von Meusebach. Er sortierte sehr schnell die finanziellen Probleme aus, kaufte Land in den Hügeln am Pedernales River 80 Meilen nordwestlich von New Braunfels und gründete eine neue Stadt mit dem Namen Fredricksburg. 1847 was klar, dass die recht Comanchen nicht willig waren ihr Land an diese Neuankömmlinge zu verkaufen. Die Indianer in dieser Gegend wollten ihr Land nicht an diese Gruppe von Neuankömmlingen abgeben.

Im Januar 1847 kamen Baron von Meusebach, ein Übersetzer und eine kleine Gruppe anderer Männer zum Hauptlager der Comanchen, am Saba Fluss. Er handelte ein Abkommen mit den Comanchen Häuptlingen aus, das den deutschen Einwanderern erlaubte, nach der Übergabe von Geschenken im Werte von mehreren tausend Dollars, friedlich in Fredricksburg zu leben. Man nimmt an, dass dies das einzige Abkommen zwischen Indianern und Europäern ist, das nie gebrochen wurde. Jedes Jahr am zweiten Samstag im Mai feiert man in Fredricksburg den Founder's Day – Gründungstag. Es ist ein grosses deutsches Volksfest mit indianischem Powwow, an dem sich noch immer die Nachkommen des Baron von Meusebach und die Nachkommen der Comanchenhäuptlinge, die das Abkommen ausgehandelt hatten, treffen. Es werden Geschenke ausgetauscht und die Friedenspfeife geraucht um das Abkommen zu bestätigen.

Vereins Kirche © Mike Leco / USATourist.com
Die alte, achteckige Vereins Kirche, bekannt als die Kaffeemühle, liegt in der Mitte der Stadt, das Pioniermuseum ein Stückchen die Strasse runter.

Sehenswertes in der Nähe von Fredricksburg

Fredricksburg ist wirklich ein Besuch wert. Hier finden Sie noch immer viele deutsche Traditionen, aber auch einiges aus der Zeit des alten Cowboywestens. Die alte, achteckige Vereins Kirche, bekannt als die Kaffeemühle, liegt in der Mitte der Stadt, das Pioniermuseum ein Stückchen die Strasse runter. Fredricksburg hat eine gute Hotelauswahl und viele Bed und Breakfast Unterkünfte. Es ist bekannt für seine Geschäfte, die Kunstgewerbliche Dinge aus der Umgebung anbieten und seine Restaurants bieten gute deutsche Küche. Es liegt etwa ein-einhalb Stunden Fahrt nördlich von San Antonio an der Route 10, oder wählen sie die landschaftlich schönere Route 281. Die Fahrt von Austin, der Hauptstadt von Texas, ist etwa eine Stunde Richtung Westen.

In Fredricksburg befindet sich das Admiral Nimitz Museum, im alten Nimita Hotel an der Hauptstrasse; hier finden Sie eine Ausstellung über den Pazifikkrieg. Etwa 30 Minuten östlich liegt die LBJ Ranch von President Lyndon B Johnson und sein Elternhaus. Dort finden Sie interessante Ausstellungen über das Leben früher in Texas und die Viehwirtschaft. In der näheren Umgebung kann man Wildblumen und Kräuterfarmen sowie verschiedene Weingüter besichtigen. Ja, es wird Wein gemacht in Texas!!!

Luckenbach, Texas (Einwohnerzahl: drei) liegt, nicht weit südlich von Fredricksburg total einsam, in der Mitte von Nirgendwo. Es ist nur eine Kurve in der Strasse mit einer Post, einschliesslich eines Kramladens, ein Saloon und manchmal eine Schmiede. Das einzig weitere in dieser Stadt ist eine alte Texas Tanzhalle mit Westernmusik und Tanz. Am Wochenende. Berühmt wurde der Ort, als Willie Nelson und Waylon Jennings hier den Countyymusik Hit "Come to Luckenbach, Texas"aufnahmen.

Geschrieben von: Mike Leco
Üersetzung von: Heidi Tims
Foto oben Kredite: © Mike Leco / USATourist.com
Fotobeschreibung: Baron von Meusebach trifft Comanche