Verlorene Mine des Deutschen
Arizona
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Verlorene Mine des Deutschen, Arizona

Wenige Geschichten des alten Westens sind so bekannt und so dauerhaft wie die Legende der Lost Dutchman's Mine (verlorene Mine des Deutschen). Wie viele Legenden ist diese auf einige nachgewiesene Tatsachen basiert, erweitert durch viel Übertreibung und ein bisschen offener Fiktion. Nach 100 Jahren wird die Geschichte noch immer von vielen geglaubt und zieht so einige Abenteurer in die Superstition Mountains (Aberglaubeberge) auf der Suche nach dem Gold des Dutchman.

Sein Name war Jacob Waltz

Die Legende dreht sich um Jacob Waltz, ein aus Preußen gebbürtiger Einwanderer, der um 1840 in die USA kam und sich in der Nähe von Saint Louis, Missouri oder Natchez, Mississippi niederließ. Nachdem in Kalifornien in 1848 Gold gefunden wurde, schloss er sich der Welle von "forty-niners" an und reiste nach Westen und überstand die gefahrvolle Reise durch das ungebändigte Land bis hin zu den Goldfeldern. Wenig ist über das Leben Waltzens während den nächsten 21 Jahren gewusst, außer dass er anscheinend das ersehnte Vermögen nicht fand. Er ließ sich in Kalifornien und erwarb die Nationalität der Vereinigten Staaten in Los Angeles in 1861.

In 1862 kam der zweiundfünfzigjährige Waltz in das wilde und spärlich besiedelte Territorium von Arizona. Zu der Zeit bestand die Zivilisation in Arizona aus einigen weit auseinander liegenden Städten und Armeestützpunkten sowie einigen spanischen Missionen und befriedeten Indianerdörfern. Die furchterregenden und unbesiegten Apache Indianer zogen durch die Wüste und durch die Berge und töteten jeden Eindringling dem sie begegneten. Phoenix war eine Grenzstadt des Wilden Westens am Salt River mit einer kleinen Garnison von Armeesoldaten um die Einwohner vor den herum ziehenden Horden der Apachen zu schützen. Gold und Silber waren in Teilen dieser Wildnis gefunden worden.

Superstition Mountains © Mike Leco / USATourist.com
Die steilen und düsteren Superstition Mountains beginnen etwa 50 Kilometer östlich von Phoenix.

Er schürfte in Arizona nach Gold

Jacob Waltz "schürfte" oder suchte nach Gold und Silber in den steilen Bergen und in den sengendheißen Wüsten des Territoriums von Arizona. Er war wahrscheinlich von lokalen Investoren unterstützt, welche oft, gegen einen Anteil an dem gefundenen Reichtum, ein "grubstake" oder ausreichend Nahrung, Proviant und Bergbauausrüstung um eine lange Suche zu ertragen, zur Verfügung stellten. Viele Goldgräber reisten aus Sicherheitsgründen zusammen mit einem "sidekick", oder Goldgräberpartner. Zeitweise reiste Jacob Waltz mit einem sidekick namens Jacob Weiser.

Laut der Legende erschien Jacob Waltz irgendwann in den 1870er Jahren in Phoenix mit vielen Säcken von reichem Golderz. Er trank stark, gab viel Geld aus und prahlte über seinen großen Goldfund. Er hatte die reichste Goldgrube, die je entdeckt worden war, gefunden. Sie war Millionen Dollars wert. Er weigerte sich standhaft die genaue Lage seines Fundes zu verraten, doch ließ durchblicken, dass es in de Superstition Mountains war.

Wenige kamen lebendig aus den Superstition Mountains zurück

Die steilen und düsteren Superstition Mountains beginnen etwa 50 Kilometer östlich von Phoenix. Zu dieser Zeit wagten sich wenige Menschen in die Superstition Mountains. Diejenigen die es taten wurden selten wieder gesehen. Einige versehrte, kopflose Reste waren alles was üblicherweise zurückgefunden wurde. Die Superstitions waren das heilige Land und die Festungsheimat der erbarmungslosen Apachen.

Das nächste Teil der Legende ist schwer zu verstehen. Während mindestens einem Jahrzehnt nach seinem großen Fund lebte Jacob Waltz ein ganz bescheidenes Leben in der Gegend um Phoenix mit wenigem Anschein von Reichtum. Er starb am 25. Oktober 1891 im Alter von 81 Jahren in anscheinender Armut. Seine letzten Tage verbrachte er mit Julia Thomas, einer afroamerikanischen Frau die eine Eisdiele in Phoenix besass.

Die Legende der verlorenen Mine begann nach dem Tod des Dutchman

Weniger als ein Jahr nach dem Tode von Waltz druckte die Tageszeitung Phoenix Gazette eine Geschichte über das seltsame Verhalten einer Frau Mrs. E. W. Thomas, frühere Inhaberin des Thomas' ice cream parlor in Phoenix. Sie soll ihr Unternehmen verlassen haben und sich auf die Suche nach der verlorenen Goldmine in den Superstition Mountains gemacht haben. So begann das Mythos um die verlorene Mine von Jacob Waltz. Man sprach von ihm als "the Dutchman" wie oft deutsche Einwanderer fälschlicherweise benannt wurden. Die Geschichte der "the Lost Dutchman's Mine" verbreitete sich schnell.

Während der letzten hundert Jahren sind Tausende in die Superstition Mountains auf die Suche nach der Dutchman Mine gegangen. Einige sind nie zurückgekehrt. Mindestens sieben Goldsucher wurden in den Bergen umgebracht. Niemand fand je die Goldmine.

Jerry Gargalione © Mike Leco / USATourist.com
Jerry Gargalione, Inhaber des Goldfield Bed and Breakfast, wird sich eine Freude daraus machen Ihnen ein Zimmer zu vermieten und Sie mit Geschichten über das Gold des Dutchman zu ergötzen.

Niemand fand je das Gold des Dutchman

Einige Leute glaubten, Jacob Waltz habe nie eine Goldmine gehabt. Sie nehmen an, er habe eventuell Gold gestohlen oder beim Spiel gewonnen. Andere glauben et wäre auf ein Teil des legendären Peralta Goldes gefallen. Noch andere sind der Meinung er habe die fabelhaft reiche, verlorene Peralta Goldmine früherer Legenden gefunden. Viele glauben, der Dutchman habe eine reiche Goldmine in den Superstitions gehabt und er habe das Geheimnis ihrer Lage mit ins Grab genommen.

Vor 1848 gehörte das Territorium des Arizona zu Mexiko. Laut alten Legenden hätten zwei wohlhabende mexikanische Landbesitzer mit Namen Peralta viele Prospektionsexpeditionen ins Territorium von Arizona finanziert und hätten auch ein reiches Goldlager in den Superstition Mountains entdeckt. Sie hätten das Gold geschürft und das Erz mit Mauleselkarawanen nach Mexiko gebracht. Auf ihrer letzten Expedition wären ihre Arbeiter von Apache Kriegern überrascht und massakriert worden. Die Indianer hatten keinen Nutzen von den glänzend-gelben Steinen aber schätzten das schmackhafte Fleisch der Maultiere. Sie sollen das Golderz verstreut und die Maultiere gehalten haben. Während den Lebzeiten von Jacob Waltz erzählten viele Leute Geschichten über das verlorene Peralta Gold und die verlorene Peralta Mine.

Niemand weiß die Wahrheit über die Mine des Dutchman. Hat er ein reiches Goldlager in den Superstition Mountains gefunden? Hat er die Peralta Mine oder einiges des verstreuten Goldes der Peralta gefunden? Ist alles nur ein Mythos?

Sie können immer noch auf die Suche der Lost Dutchman Mine gehen

Sie können die Superstition Mountains besichtigen und nach der verlorenen Mine des Dutchman suchen. Die Superstition Wildnis Gegend liegt etwa 50 km östlich von Phoenix bei Apache Junction und der restaurierten Goldgräberstadt von Goldfield. Lost Dutchman State Park mit seinem Campingplatz liegt am Fuß der Berge. Jerry Gargalione, Inhaber des Goldfield Bed and Breakfast, wird sich eine Freude daraus machen Ihnen ein Zimmer zu vermieten und Sie mit Geschichten über das Gold des Dutchman zu ergötzen. Die beste Jahreszeit für eine Besichtigung ist von Spätherbst bis Frühjahr, wenn die Temperaturen erträglich sind. Starke Hitze und Wassermangel gestalten die Superstition Mountains ungastlich und gefährlich im Sommer. Seien Sie vorsichtig! Es gibt immer noch zahlreiche verrückte Goldsucher, welche durch diese rauen Berge kriechen.

Geschrieben von: Mike Leco
Üersetzung von: Charles Werner
Foto oben Kredite: © Mike Leco / USATourist.com
Fotobeschreibung: Verlorene Mine des Deutschen