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Cowboys

Die "Glasperlen" Cowboys sind ein Bestandteil der Szene der Vereinigten Staaten

Sie können "Glasperlen Cowboys" (Rhinestone Cow-boys) überall im Südwesten der Vereinigten Staaten sehen und Sie finden sogar welche im Norden und im Osten. Sie tragen Designerjeans und mit Perlenknöpfen und falschen Diamanten gestickte Cowboyhemden. Hauptsächlich tragen sie Stiefel zu 600 $ das Paar aus Schlangen- oder Alligatorleder und teure Stetson "zehn Gallonen" Hüte. Sie werden sie in Restaurants, Kasinos Einkaufszentren und Geschäften finden. Sie haben ihren Namen wegen der billigen Schmuckstücke aus falschen Diamanten, welche ihre Phantasiekleider schmücken.

"Glasperlen" Cowgirl © Corel
"Glasperlen" Cowgirl

Die meisten unter ihnen haben nie eine richtige Kuh gesehen, außer beim lokalen Rodeo und haben nie ein Pferd bestiegen. Doch sie hören "Country and western" Musik und tanzen den Texas two-step. Viele unter ihnen bummeln in den lokalen Saloons oder Billardsälen herum. Sie tragen gerne teure Cowboykleider und Stiefeln.

Im 19. Jahrhundert gab es zahlreiche Cowboys in den Steppen

Cowboys waren nur über kurze Zeit ein Bestandteil des amerikanischen Westens. Die spanischen Siedler Kaliforniens und Mexikos haben die ersten "Ranchos" im Südwesten zu Beginn des 19. Jahrhunderts gegründet und haben "Vaqueros" eingestellt um sich um ihre Viehherden zu kümmern. In der Mitte jenen Jahrhunderts wanderten zahlreiche Amerikaner europäischer Herkunft und befreite afro-amerikanische Sklaven nach dem Mittelwesten und dem Südwesten, auf der Suche nach freiem oder billigem Land. Zu jener Zeit wurden die großen Viehranchs des Westen gegründet und die amerikanischen Cowboys entwickelten sich stark. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts machte die moderne Technologie den großen Teil der Arbeit der Cowboys überflüssig.

Das arme Land des Südwestens erhält nicht ausreichend Niederschlag um Wald oder Ackerbau zu unterstützen. Statt dessen hat es Tausende von Quadratkilometern von Gras und niedriger Vegetation mit verschiedenartigen kleinen Bäumen. Dieses Land ist ideale Viehweide, jedoch braucht man viele Hektar um die Bedürfnisse jeder Kuh zu decken. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurden die meisten Wiesen des Texas, des 'Oklahoma, des Arizona und anderer Staaten des Südwestens als "open range" (offenes Gelände) erklärt, was bedeutete, daß das Vieh in dem großen Gelände frei herumlaufen konnte. Die Cowboys waren die Wärter der Herden und kümmerten sich um das weit verstreute Vieh.

Cowboy Arbeit © Corel
Cowboy Arbeit

Das Leben und die Arbeit des Cowboy

Das Vieh irrt oft über große Entfernungen durch das weite Gelände, auf der Suche nach Nahrung. Deshalb kennzeichnen die Viehbesitzer die Kühe mit glühendem Eisen um ihr Eigentum zu identifizieren. Jedes Ranch hatte seine eigene Erkennungsmarke. Einige waren einfach die Initialen des Eigentümers, wie die Marke "JT". Andere Ranchbesitzer machten einen Strich (oder Barren) unter ihre Initialen. So wurde BQ bekannt als Marke "Bar B Q". Ein schräg stehender Buchstabe wurde als "lazy" (faul) bezeichnet. So wurde aus schrägem J die Marke "Lazy J". Eine gebogene Linie unter dem Buchstaben wurde mit "rocking" (schaukelnd) bezeichnet, demnach ergibt ein T über einer gebogenen Linie die Marke "Rocking T". Die Besitzer schützten ihre Marken eifersüchtig und die Strafe für das Stehlen von Vieh oder für das Umändern von Marken war oft der Tod durch Erschießen oder Hängen.

Während dem Hauptteil des Jahres irrte das Vieh durch das offene Weideland und bedurfte wenig Betreuung. Jedes Frühjahr, nachdem die Kühe Geburt gegeben hatten, war es notwendig, die jungen Kälber (dogies genannt) solange sie noch mit ihrer Mutter waren, einzufangen und jedes zu brandmarken um ihren Eigentümer zu kennzeichnen. Während dieser Frühlingsversammlung durchritten die Cowboys das weite Gelände auf der Suche nach den Kühen mit ihren Junggeborenen und sammelten sie in einem eingezäuntem Bereich. Dort fesselten die Cowboys die Kälber, brandmarkten sie schnell mit der Marke des Ranch und gaben sie an ihre Mutter zurück.

Die großen Viehansammlungen sind Geschichte

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts reichten wenige Eisenbahnstrecken bis in das Territorium des Westens und keine erreichte das offene Weidengebiet. Mindestens einmal im Jahr sammelten die Cowboys des Ranches das für den Markt bestimmte Vieh und führten es über Berge und durch Wüsten bis zum nächst gelegenen Bahnhof. Saint Louis, Kansas-City, Abilene und Dodge City waren einige der, für den Viehversand, berühmten Endstationen. Das "cattle drive" (Einsammeln von Vieh) war oft eine lange und ermüdende Reise welche mehrere Wochen dauerte und einige Dutzende von Cowboys, mit einem "Chuck wagon" (Proviantwagen mit Kochvorrichtung), benötigte. Es kam vor, daß die Cowboys Herden von Tausenden von Rindern über Hunderte von Kilometern zur Eisenbahnhaltestelle führen mußten.

Am Anfang des 20. Jahrhunderts erreichten die Eisenbahnen die entferntesten Bereiche des Westens und das offene Weideland wurde in private Parzellen geteilt. Heute haben vier Rad getriebene Fahrzeuge zum großen Teil die Cowboypferde ersetzt und das Einsammeln des Viehs geschieht mit 18 Räder Lastkraftwagen. Es gibt immer noch einige aktive Cowboys dort im Westen, doch sie sind bei weitem weniger zahlreich. Im Gegensatz zu den "Glasperlen" Cowboys tragen die arbeitenden Cowboys einfache Arbeitsjeans, ein verschlissenes Paar Arbeitsstiefel und einen staubigen, abgenutzten "zehn Gallonen" Hut.

Bull rider © Ronnie Allen
Rodeos sind Festivals wo die Ranchgehilfen ihr Können in Cowboy Techniken unter Beweis stellen können. Sie machen Wettbewerbe im Reiten, Einseilen von Kälbern, Ausdauer auf wilden Broncos und Stieren und sogar im Gespannrennen.

Rodeos sind heute die besten Orte um echte Cowboys zu finden

Rodeos sind Festivals wo die Ranchgehilfen ihr Können in Cowboy Techniken unter Beweis stellen können. Sie machen Wettbewerbe im Reiten, Einseilen von Kälbern, Ausdauer auf wilden Broncos und Stieren und sogar im Gespannrennen. Heute sind Rodeos immer noch die Lieblingsunterhaltung sowohl der echten Cowboys als auch der "Glasperlen" Cowboys. Sie können ein oder mehrere Rodeos im Sommer in fast jeder Stadt des Westens finden. Beobachten Sie den Clown des Rodeos! Er mach nicht nur Komödie sondern wagt sein Leben indem er die zu Boden gefallenen Cowboys vor den verwirrten Broncos und wütenden Stieren schützt.

Sie können auch ein "Glasperlen" Cowboy sein

Es gibt eine alte traurige Cowboyballade, genannt "die Straßen von Laredo" in welcher ein sterbender Cowboy einen fremden Passanten anfleht: "ich sehe, anhand Ihrer Kleidung das Sie ein Cowboy sind". Ein Komiker hat einmal den Ausdruck hinzugefügt "erhalten Sie eine Bekleidung und Sie können auch ein Cowboy sein". Zum Mindesten können Sie ein "Glasperlen Copwboy" sein. "Western" Geschäfte welche Cowboystiefeln, zehn Gallonen Hüte und Cowboykleider verkaufen können überall in den Vereinigten Staaten gefunden werden. Sie sind besonders häufig in den Weststaaten.

Geschrieben von: Mike Leco
Üersetzung von: Charles Werner
Foto oben Kredite: © USATourist.com
Fotobeschreibung: Westliche Ausstattungsläden, sind für richtige und Rhinestone "Möchte gern" Cowboys da und in ganz USA zu finden.