Amerikanische Cowboys
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Cowboy Viehtriebe

Der Zeitraum des Cowboys in der Amerikanischen Legende dauerte nur eine kurze Zeit während des 19. Jahrhunderts. Davor hatten Spanische Kolonisten entdeckt, dass ein grosser Teil des Landes, das heute der südwestliche Teil der USA ist, nicht geeignet war für Landwirtschaft, weil es nicht genügend Regenfall erhielt, aber sie lernten, dass diese riesigen grassbedeckten Gegenden ideal waren, um Vieh zu treiben. Diese Spanischen Pioniere machten die Gegend bekannt mit den Longhorn Cattle( den Rindern mit langen Hörnern), sie starteten die ersten Ranches und brachten Spanische Cowboys, die reiten konnten.

Rindvieh lebte auf dem offenen Weideland

In der Mitte des 19. Jahrhunderts hatte die United States das Meiste der westlichen Gebiete erworben durch Aufkäufe oder Staatsverträge. Kolonisten aus dem Osten oder westlichen Teilen der US und Immigranten aus Europa kamen in Scharen in diese neue westliche Frontlinie, weil sie billiges Land suchten. Einige von ihnen fingen die wilden Texas long-horn Rinder ein und gründeten Bauernhöfe. Riesige Gegenden von Texas, Oklahoma und Wyoming wurden zu offenem Weideland erklärt, wo Rinder frei grasen durften.

Branding Cattle © US Bücherei des Kongresses
Cowboys gebrauchen ein heisses Eisen um Rindvieh mit der einmaligen Brandmarke des Viehzüchters zu versehen.

Die Rinder konnten ungehindert über kilometerweites Weideland wandern und sich mit Rindern mischen., die einem andern Bauern gehörten. Darum musste ein System erfunden werden, die Rinder zu kennzeichnen. Jeden Frühling wurde also von jedem Bauern ein "round-up" ein Zusammentreiben veranstaltet, bei dem junge Kälber mit dem Zeichen des Bauern gezeichnet wurden, dem Brand. Ein Kalb trug dieses Zeichen sein ganzes Leben lang. Bei dem Zusammentreiben wurden die neuen Kälber also mit dem Lasso gefangen, auf der Erde festgehalten und mit einem heissen Eisen gekennzeichnet.

Die Bauern waren sehr vorsichtig und wachten über ihre Herde, weil es Diebe gab., die man "cattle rustlers" nannte. Die Gerechtigkeit war schnell und sehr hart für jeden, der Rinder stahl oder das Kennzeichen änderte. Ein Hustler wurde oft sofort verurteilt und sofort aufgehangen, nachdem er gefangen war. Cowboys wachten über die Herden auf dem offenen Weideland und manchmal jagten sie hinter den cattle rustlers her.

Bürger Krieg bedeutete weniger cowboys

In der Mitte des 19. Jahrhunderts war das Land scharf geteilt. Die südlichen Staaten hatten eine landschaftliche Wirtschaft, die sehr schwer auf die Arbeit der Afrikanischen Sklaven angewiesen war. Die Leute vom Süden waren sehr auf diese Tradition angewiesen und wollten diesen Lebensstil nicht ändern. Die nördlichen Staaten hatten eine hohe Industriewirtschaft, die nicht auf Sklavenarbeit angewiesen war. Die Leute im Norden waren sehr dafür, die Sklaverei abzuschaffen. Die westlichen Territorien waren sich in der Frage nicht einig. Im Jahre 1861 entwickelte sich die Frage der Sklaverei in einen Sezessionskrieg, der in der USA als der Bürgerkrieg bekannt ist. Männer aus allen nördlichen und südlichen Staaten sowie aus den westlichen Territorien schwärmten zusammen, um in die Armeen der Union der Konfederaten einzutreten.

Ein arbeitender Cowboy © Art Today
Ein arbeitender Cowboy leitet sein Pferd über ein offenes Feld.

Bald vier Jahre lang waren die westlichen Bauernhöfe ohne junge Arbeiter, die die Arbeit der cowboys tun wollten, so wie das kennzeichnen der Kälber, oder die Herden zum Viehhandel zu treiben. Am Ende des Krieges hatte man riesige Herden von Rindern ohne jedes Kennzeichen von Eigentum, die auf den grossen Weidegebieten der westlichen Territorien lebten. Man hat geschätzt, dass mindestends vier oder fünf Millionen nicht gekennzeichnete Rinder auf den Weiden von Texas lebten.

Im Jahre 1865 gab es eine grosse Nachfrage für Rindfleisch an der Ostküste der US wo man den Vorrat an Rindern schwer gemindert hatte durch den Zivilkrieg, der gerade zu Ende gegangen war. Es gab eine Unmenge von Rindern in Texas und anderen südwestlichen Territorien. Deshalb begannen die Bauern in Texas und andere Leute, die schnell Geld machen wollten, damit cowboys anzustellen, um die ungekennzeichneten Rinder einzufangen und zum östlichen Markt zu bringen. Leider waren diese Texas Weideländer weit entfernt von jeglicher Transport Möglichkeit zum Osten hin.

Der Chisolm Pfad und der Gute-Nacht Pfad

Im Jahre 1867 wurde ein Rinderpfad gebildet von dem Roten Fluss in Nord Texas, über Indianische Gegenden hinüber, heute kennt man es als Oklahoma, bis hin nach Abilene, Kansas und der neuen Zuglinie zum Osten hin. Dieser Pfad wurde bekannt als der Chisolm Pfad. Später gab es noch einen andern Pfad von West Texas bis nach Denver, Colorado. Der war bekannt als der Gute-Nacht Liebespfad. Dies bedeutete, dass Rinder von Texas mehr als 1,600 km bis zum Markt getrieben werden mussten. Weil Rinder nicht mehr als 16 km am Tag laufen können, ohne Gewicht zu verlieren, dauerte ein gewöhnlicher Trip von Texas bis nach Abilene, Wichita oder Dodge City in Kansas bis zu vier Monate.

Texas Longhorn © USATourist.com
Texas Longhorn Rindvieh sind bekannt für ihre imponierenden Horne und ihre Fähigkeit sogar auf kärglichem Weideland zu gedeihen.

Rinder Händler in Texas stellten darum Leute ein, die das tun konnten, es war ein Trailboss, der Chef, dann ein Koch, mehrere PferdeWranglers (das sind Männer, die für alle Pferde verantwortlich sind und sie betreuen) und zwanzig bis vierzig cowboys, die dann eine Herde von mehreren tausend Rindern in den Norden trieben. Sie stellten gewöhnlich die Söhne von einheimischen Bauern ,spanisch sprechende Tejanos, einheimische Indianer und freie Afrikanische Sklaven ein. Das durchschnittliche Alter eines normalen cowboys war nur 14 bis 18 Jahre.

Unterwegs arbeiteten die cowboys vom Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang und oft noch in der Nacht. Sie schliefen unter den Sternen, assen ihre Mahlzeiten um ein Lagerfeuer und lebten im Sattel. Sie waren fort von zu Hause mehr als sechs Monate. Die Arbeit war hart, dreckig und oft gefährlich.

Von zehn bis zwölf Stunden im Sattel

An einem typischen Tag wachte ein Cowboy beim Sonnenaufgang auf, ass ein reiches Frühstück von frisch gebackenen Brötchen und Schinken und literweise starken Kaffee. Dann würde er noch zwei Brötchen in sein Taschentuch stecken, die er später im Sattel als Lunch essen wird, und er füllte eine Kanne mit Wasser. Ein Cowboy würde bis zu zehn oder zwölf Stunden im Sattel sitzen ,während er die Herde immer gegen Norden trieb. Oft musste er sein Pferd drei oder viermal wechseln und hielt nur an, um sein müdes Pferd für ein frisches von den Wranglern umzutauschen. Am Abend traf man am nächsten Kampingplatz an und "das alte Weib", so nannte man den Koch, hatte einen Fleischeintopf mit Bohnen, eingemachtem Obst und frisch gebackenen Brötchen und wieder literweisen schwarzen Kaffee fertig. Nach der Mahlzeit wickelten sich die Cowboys in ihre Decken ein und lagen um das Feuer herum mit ihren Satteln als Kopfkissen.

Die Cowboys wechselten sich ab um Wache zu halten über die Herde durch die Nacht. Gewöhnlich waren es vier Cowboys, die langsam um die Herde herum ritten, um die Rinder ruhig zu halten und Räuber und Viehdiebe wegzuscheuchen. Es war bekannt, dass menschliche Stimmen und besonders Musik die Rinder beruhigten, deshalb sangen die Cowboys beim reiten. Während der Nacht hörte man also das tiefe Stöhnen der Rinder und die melodischen Balladen der Cowboys, die die Einsamkeit der abgeschiedenen Prärie unterbrachen.

Dere erste Chuckwagon

In den 1870'er Jahren lieferten diese Cattle Drives Millionen von Rindern zum Markt. Es gab grosse Konkurenz unter den Trail Bossen, den Chefs, die besten Cowboys anzuwerben. Major Charles Goodnight, der Mitgründer der Godnight-Loving Trail, bemerkte, dass Cowboys lieber da arbeiteten, wo es den besten Koch gab. Er kaufte einen Munitionwagen, vom Krieg übrig geblieben, der sehr stabil gebaut war und der das rauhe Fahren über Land aushalten konnte. Hinten drauf hatte er eine Trail Küche gebaut. Diese fahrbare "Küche" war so popular, dass jeder Trail Boss und Rancher sie kopierte. Man nannte sie "Chuckwagon" Dies bekam der Standard für jeden Cattle Drive und Roundup.

Chuck Wagon © USATourist.com
“Chuck Wagons” sind fahrbare Küchen und sie bekamen populär auf Viehtrieben während der 1870iger Jahre.

Wenn die Rinderherden ihr Ziel in Abilene, Dodge City oder Wichita oder vielen anderen "Rinderorten" erreichten, verkaufte der Chef die Rinderherde und gab den Cowboys ihr Gehalt für viele Monate harter Arbeit. Mit ihren Taschen voller Geld fanden die Cowboys viele Arten von Amusement in den wilden Rinderorten. Whiskey, Spielen und wilde Frauen waren alle bereit, ihnen ihr Geld abzunehmen. Natürlich gab es viele Raufereien und Schiessereien.. Nach ein paar Tagen von Feiern mussten die Cowboys dann wieder 1,600 km nach Hause in Texas reiten.

Das Ende einer Zeitalters

Am Ende des 19. Jahrhunderts waren Eisenbahnen gebaut und fuhren durch die bisher abgelegenen Gebiete im Südwesten. Es war nicht mehr nötig, Rinder die grossen Strecken zum Markt zu treiben. Die Zeit der grossen Rinderherden Triebe war zu Ende. Heute sind es Lastwagen wie auch Frachtzüge, die die Rinder transportieren, so ist die Zeit der Viehtriebe wirklich vorbei und nun Geschichte. Einige Bauernhöfe im Südwesten haben immer noch altmodische Viehtreiben so wie früher. Ein paar Ranches halten kleine Viehtreiben, wo Sie mitmachen können. Schauen Sie unsere Information nach unter Dude Ranch Vacations!

Geschrieben von: Mike Leco
Üersetzung von: Irmgard Castleberry
Foto oben Kredite: © Christine Reno
Fotobeschreibung: Eine Gruppe von Cowboys und Cowgirls treiben Rinder über die offene Prärie.